Wie man liebt (5) von H.-J. John und M. Becker

Sie sind auf der Suche

Sie sind auf der Suche nach dem richtigen Partner. Sie zeigen es nicht. Wer signalisiert, dass er sucht, zeigt unbewusst, er hat noch nicht gefunden. Das kann beim anderen Geschlecht so ankommen, als ob etwas mit einem nicht stimme. Dieser Eindruck kann abschrecken.

4. Regel: Sie sind einzigartig. Zeigen Sie es und verhalten Sie sich so.

Beginnen Sie sich damit, sich unverwechselbar zu machen. Sie sind auf Partnersuche und sollen und wollen auffallen. Das kann über die Kleidung geschehen. Oder über Schmuck. Einen Ring am Daumen hat nicht jede(r). Piercings und Tatoos sind aussergewöhnlich aber auch ausgefallen und können anziehend oder abstossend wirken.

Fallen Sie aus dem Rahmen. Ein Seeräuberkopftuch oder eine schicke Schirmmütze können Pluspunkte bringen. Strähnen setzen Akzente. Eine Glatze beim Manne ist ebenso aussergewöhnlich wie es lange, gepflegte Haare sind.

Blumen schenken kann jeder. Machen Sie zum Beispiel aus Rosen ein Herz und verschenken Sie es. Schenken Sie Ihrer Herzensdame ein Foto von einer wunderschönen Rose und schreiben Sie dazu: Diese Rose wird nie verblühen.

Machen Sie Ihrer Angebeteten klar, dass Sie Ihnen wichtig ist. Aber demütigen Sie sich nicht. In Zeiten der Emanzipation ist es Unsinn einer möglichen Partnerin hinterherzulaufen. Bleiben Sie auf Augenhöhe. Warten Sie ab. Wenn die andere Seite Interesse hat wird Sie es deutlich zeigen.

Wie man Probleme löst und Ziele erreicht (4) von H.-J. John und Achim Wendt

Habe ich ein Energieproblem? (2)

Fragen Sie sich selbst: Kann es Ihnen schaden, sich Ihrer inneren Kraft bewusst zu werden? Nein. Nebenwirkungen ausgeschlossen.

Ob Sie sich hinstellen, die Augen schliessen und fünfmal tief durchatmen ist schlichtweg egal. Sie können sich auch 24 mal am Tag per Selbsthypnose sagen: Mir kann keiner etwas. Die Energie ist in mir.

Alles Hokuspokus, der wenig bis nichts bringt. Wir konzentrieren uns auf die einfachen, praktischen Schritte zur Problemlösung und Zielerreichung. Diese, Ihre Welt funktioniert sehr einfach. Deshalb merken Sie sich nur:

2. Regel: Ich habe eine unerschöpfliche Energiequelle in mir.

Ihre Kraft mit jedem Atemzug spüren und einsetzen

Diese, Ihre Welt, funktioniert sehr einfach. Deshalb ist sie auch leicht zu erklären. Stellen Sie sich vor, Sie sind ein Planet, nicht zu klein natürlich, oder? Etwas Selbstbewusstsein muss schon sein.
Und während Sie durch das Universum düsen, machen Sie sich so ihre Gedanken.
Sie sehen, wie die Sonne scheint und Sie denken sich dabei, wie schön das Leben doch ist.
Oder sie sehen, wie die Sonne scheint und Sie denken sich und fühlen, wie grell das Licht Sie blendet und wie heiss es doch ist.

Also ein und derselbe Zustand und doch können Sie ihn unterschiedlich auslegen. Sehen Sie das Schöne und Gute in der Welt und in ihrem Leben scheint oft die Sonne. Sehen Sie die Dinge von der problematischen Seite und Sie werden in ihrem Leben kaum Zufriedenheit erreichen.

Sie führen in Ihrem Leben Regie. Wenn Sie im Büro ein Gemälde in tristen Tönen jeden Tag vor Augen haben, könnte es sein, dass Ihre Stimmung leidet. Geben Sie sich einen Schubs. Stehen Sie auf, hängen Sie das Bild ab und morgen bringen Sie ein farbenfrohes, abstraktes Etwas mit, von dem niemand weiss, ob es Kunst oder Zufall oder beides ist. Ein Bild, das Ihnen gefällt, ein Bild, das Lebensfreude ausstrahlt und Energie und Ihre Kreativität weckt.

Wie man liebt (4) by H.-J. John and M. Becker

Der Vorschuss oder Kredit, genannt Vertrauen

Was in der Bankenwelt und im Arbeitsleben längst normal ist, wäre in der Partnerschaft manchmal nötig. Geben Sie der Person, die Sie lieben und der Sie vertrauen Kredit. Jeder Mensch macht Fehler. Auch Sie. Jeder Mensch hat mehr als eine Chance verdient. Also auch Ihr Partner.

Sie investieren in eine gemeinsame Zukunft. Sie bekommen keine Zinsen zurück. Sie bekommen Ihren Einsatz vervielfacht retour. Als Liebe zuerst und dann Vertrauen oder zumindest schlimmstenfalls als späte Einsicht des Partners.

3. Regel: Seien  Sie nachsichtig, vergeben Sie und üben Sie Vertrauen.

Jeder ist mehr oder weniger kommunikativ. Es wird sich herumsprechen, dass Sie als Mensch o.k. sind und andere Menschen – gute Menschen – werden Ihre Nähe suchen.

Es heisst gleich und gleich gesellt sich gerne. Dies trifft hier zu.

Umgekehrt ziehen sich Menschen, die Ihre Probleme nach aussen tragen an. Das Sprichwort: Gegensätze ziehen sich an trifft in der Welt des Magnetismus zu. Menschen, die in sich ruhen und den Sinn des Lebens in sich gefunden haben suchen Gleichgesinnte und nehmen zu anderen nur Kontakt auf, weil sich das nicht vermeiden lässt oder weil sie helfen möchten.

Wer den Sinn seines Lebens im Partner sucht, Halt sucht, wird jemanden suchen und finden, der das genaue Charaktergegenteil ist.

Wie man Probleme löst und Ziele erreicht (3) von H.-J. John und Achim Wendt

Habe ich ein Energieproblem? (1)

Sie wissen schon: Die Sache mit der Motivation. Jeder kennt am besten selbst die Kniffe, mit denen er sich unter „Strom“ setzen kann. Der eine trinkt eine Cola in der schriftlichen Abiturprüfung zur Mobilisierung aller geistigen Kräfte, die andere wird sich mit einem neuen Outfit belohnen, falls sie die Führerscheinprüfung besteht.

Wieder andere brauchen Negatives, um voranzukommen. Die Eltern, die mit Taschengeldentzug drohen, falls die Noten nicht besser werden. Oder die Hausfrau, die aus Angst vor der finanziellen Zukunft im Abendkurs einen dritten Beruf lernt, während Papa zu Hause müde vor dem Fernseher einschläft, obwohl er auf die Kinder achten sollte.

Alles nicht weiter schlimm. Es gibt kein Energieproblem. Hier ein paar Beispiele dazu:

„Tankstelle“, ist das Erste was Sie denken und vor dem geistigen Auge sehen, wenn Sie ohne Benzin mit dem Auto unterwegs liegen bleiben.

„Ich muss etwas essen“, fühlen Sie, wenn der Magen knurrt und der Kopf gleichzeitig meldet, dass der Körper seit fünf Stunden nichts mehr zu sich genommen hat.

„Aufladen“ hören Sie Ihre Freundin sagen, wenn Ihr Handy piepst und Sie sehen, dass es nicht mehr funktioniert.

Wir könnten mit den Beispielen fortfahren. In jeder dieser drei Situationen geht es um Energie, die verbraucht wurde und ohne die es schwerlich weiter gehen kann.

Wenn Sie nun ein Problem haben, woran denken Sie, was fühlen Sie? Testen Sie sich. Ist es Angst, Leere, Verzweiflung, Niedergeschlagenheit, Trauer oder gar schon Gleichgültigkeit? Alles weiter nicht schlimm.

Der erste Schritt bei jeder Problemlösung ist ganz einfach. Es fehlt an Energie. Schauen Sie sich die Beispiele oben an. Kein Benzin, also wird einfach getankt. Länger nichts gegessen? Wir gehen zum Bäcker an der Ecke oder in den Supermarkt. Das Handy ist leer? Wir laden es einfach an der Steckdose auf.

Also denken Sie einfach mal an die unendliche Energiequelle, die in Ihnen ist. Unsere Vorfahren haben noch mit Löwen, Schlangen und Bären gekämpft. So nebenher ein paar Eiszeiten überdauert, ganz zu schweigen von durchlittenen Krankheiten, verheerenden Meteoriteneinschlägen und biblischen Sintfluten. Nur die Härtesten überlebten und Sie sind einer von deren Blut, deren Nachkomme, nur hat Ihnen das bisher niemand gesagt. Sie waren sich dessen nicht bewusst.
Wieso gibt es Reiche und Arme, Bundestagsabgeordnete und Strassenmusiker, Bauarbeiter und hoch bezahlte Bankmanager? Na, die Erfolgreichen sind vielleicht intelligenter? Falsch. Die haben eben Beziehungen, Vitamin B wie man sagt? Falsch. Diese Leute haben weniger Probleme? Falsch.
Der einzige Unterschied besteht darin, dass Menschen, die erfolgreich sind, wissen, dass sie alles erreichen können. Sie sind sich der unendlichen Energie bewusst, die in jedem Menschen wohnt wie ein Grislybär in der Höhle. Bei den einen, die wegen ihrem Schicksal verzweifeln, hält der Grislybär gerade Winterschlaf. Bei den anderen ist er hellwach, bereit aktiv zu werden.

Wie man Probleme löst und Ziele erreicht (2) von H.-J. John und Achim Wendt

Was ist wichtig in meinem Leben?

Ich kann mich erinnern, wie ich als kleiner Bub im Sportunterricht dem Ball hinterher lief. Fussball war damals wie heute unter uns Jungs „in“. Während die Mädchen in der abgetrennten Turnhalle nebenan Volleyball spielten, rannten wir dem Ball hinterher. Welch ein Hochgefühl, wenn ich ihn tatsächlich vor die Fusspitze bekam. Und dann –oh Schreck– war der Ball längst weiter, ich hatte nur Luft getroffen.

Was tat ich also? Ich rannte dem Ball während meiner Schulzeit noch oft hinterher. Allein es mangelte an Übung in der Freizeit und nach einiger Zeit hatte ich weniger Freude daran. Und was lässt sich daraus folgern?
Wäre mir das Spiel wichtig gewesen, hätte ich wohl mehr trainiert. Allein die Eltern meinten, für die Schule zu lernen sei doch bei weitem notwendiger. Ich murrte, willigte schliesslich ein. Ich hätte so gerne in der Freizeit mit den anderen Jungs aus der Nachbarschaft weiter den Ball gejagt.

Im Rückblick, aus der Sicht von heute, danke ich meinen Eltern stillschweigend. Ich wäre dem Lustprinzip gefolgt: Ich möchte…fernsehen, Zeitung lesen, ausgehen, schnelle Autos fahren, abhängen, Spass haben, mich verlieben, reisen. Und alles möglichst gleichzeitig. Wer kennt sie nicht: All die Dinge, die einem einfallen, sobald man etwas scheinbar Unangenehmes erledigen muss. Meine Eltern sahen, was damals wichtiger für mein Leben war: gute Noten und dann die Ausbildung.
Merken sie sich von diesem Abschnitt nur das Wichtigste:

1. Regel: Erkenne was wichtig und richtig ist.

Es ist nicht weiter schlimm, sich Rat bei anderen zu suchen. Allerdings sollte man darauf achten, dass sich diese Ratgeber eignen. Es sollten Menschen sein, denen Sie vertrauen, die selbst auch schon etliche Ihrer Ziele erreicht haben und wissen, wovon sie reden. Dieses Büchlein ist nichts anderes als der Versuch, Ihnen Ratschläge zu einem erfüllteren Leben zu geben. So wie man einen Hammer braucht, um einen Nagel einzuschlagen, so sollen sie hier einiges an Werkzeug mit bekommen, um Ihr Leben zu zimmern und sich behaglich einzurichten.

Wie man Probleme löst und Ziele erreicht (1) von H.-J. John und Achim Wendt

Vorwort

Wir nehmen uns selbst nicht sehr wichtig. Wichtig sind uns unsere Mitmenschen. Hier also Denkanstösse für jene, die nur für Ziele leben oder jene, die sich in einer der vielen Umlaufbahnen eines Problemplaneten befinden.

Ist es nicht schade, dass Generationen für Generationen wieder und immer wieder mit den gleichen Herausforderungen kämpfen (Beziehungsprobleme, finanzielle Probleme) , wo man sich doch über so viele Dinge im Leben freuen könnte? Was läge da näher, als nach einem gleichen Nenner in allen Problemen zu suchen und ergo auch einen gleichen Nenner bei den Lösungen zu vermuten?

Zwei Themen in einem Büchlein abgehandelt? Was haben Probleme mit Zielen zu tun? Jeder Schritt zu einem Ziel hin ist nichts anderes als eine Problemlösung. Jedes Ziel hilft uns etwas an unserem Leben zu ändern, so dass wir uns besser fühlen, uns besser darin zurecht finden. Zwei Themen also und die gleiche Sache, um die sie sich drehen: Unser Wohlbefinden.

Welches sind denn nun die Ziele, die zu uns passen? Jeder Mensch unterscheidet sich in seinem Wollen, seinem Können und seinem Ehrgeiz. Der eine ist schon zufrieden, wenn seine Grundbedürfnisse: Essen, Trinken und das Dach über dem Kopf vorhanden sind. Der andere sieht sein Glück in seiner Traumfrau, der Nächste in finanzieller Absicherung und Karriere. Allen gemeinsam ist, dass sie nach etwas streben, was sie im Moment nicht haben oder zumindest nicht in ausreichender Menge.

Definiert man Glück als einen Zustand, so wären alle oben genannten nun unglückliche Kreaturen. Bis auf den einen, der erkannt hat, dass er auch nur in einer Wohnung leben kann, nur essen kann bis sein Magen gefüllt und nur trinken bis der Durst gelöscht ist.

Die anderen haben sich so definiert, dass sie erst mit der Erfüllung ihrer Ziele zufrieden und glücklich sein wollen. Zwar leben Sie im Heute und Hier, jedoch leben sie sich nicht aus. Wie auch? Ist unser ganzes Wollen und Sehnen auf einen Zustand und Zeitpunkt in der Zukunft gerichtet, so fliesst ein Teil unserer Lebensenergie dorthin. Diese fehlt im Heute und Hier. Wir werden später näher darauf eingehen.

Wie man liebt (1) von H.-J. John and M. Becker

Einleitung

Vor Jahren schrieb ich in mein Tagebuch: Ich gehe sehr gerne auf Bahnhöfe. Nirgendwo sonst sehe ich so viel Freude und Liebe in den Augen und Gesichtern der Menschen, die sich voneinander verabschieden und einander wiedersehen. Es ist, als würden wir uns im Abschied nehmen und Wiedersehen besonders bewusst, wie gern wir uns haben.

Nun wäre es schön und erstrebenswert, zeigten wir den Menschen, die wir lieben, dies jeden Tag gleichermaßen.
Jeder Fernseh- oder Kinofilm über und mit den großen Gefühlen hat seine Spannungskurve. Einmal steht es gut, einmal schlecht, einmal himmelhochjauchzend um die Liebenden. Wer denkt und fühlt da nicht mit und geht dankbar für das Happyend, hoffnungsfroh zufrieden, möglicherweise eng umschlungen mit dem Partner nach Hause?

Gefühle begleiten uns durch unser ganzes Leben. Jede und jeder war einmal oder gar mehrere Male verliebt. Wir waren glücklich lachend, wütend und weinend, hassend und traurig unterwegs. Liebend und enttäuscht, womöglich viel erwartend, dann resignierend und kurz darauf wieder im Strom des Lebens schwimmend mit all den Temperaturunterschieden im Verhältnis zu unseren Mitmenschen.
Und denken wir an die Milliarden Liebenden der Vergangenheit und Gegenwart. Werden die Liebenden der Zukunft den gleichen Gefühlswegen folgen, deren Leid wie deren Glück gleichermaßen wiederholen und durchleben?

Gefühle sind ein wichtiger Teil von uns. Wir sollten verantwortungsvolle Träger für sie sein. So wie man Wasserkanister in der Wüste transportiert, dankbar, vorsichtig, unter der Last schwitzend und schwankend und mit aller Vorfreude auf den nächsten Schluck und den Rest bewahrend oder mit anderen Durstigen teilend.

Sie sind notwendig, unsere erlebten, gedachten oder eingebildeten und gespielten Gefühlsschwankungen. Wir lernen täglich daran und daraus. Jeder beigelegte Streit verbindet uns umso stärker mit dem Partner. Sofern wir es wollen. Und wie viel Kraft liegt im Goodwill!

Wohl denen, die mitfühlende Menschen hatten, haben und haben werden, die sie an die Hand nehmen, Ratgeber und geduldige Zuhörer in einem sind.
Glücklich kann sich schätzen, wer neben der Beziehung einen zugänglichen, sich kümmernden Bekanntenkreis hat. Ein Netzwerk aus Freunden und Freundinnen, die uns auffangen, wenn wir die Partnerschaft beenden wollen, uns Kraft geben und uns dann zurück ins königliche Spiel der Gefühle auf dem glücklichen Weg zur gemeinsamen Zukunft katapultieren.

All jenen, die alleine und etwas unbeholfen auf den Weltmeeren der großen Gefühle unterwegs sind, mögen diese Zeilen gewidmet sein. Ein freundlicher Ratgeber mit allen guten Wünschen. Kurz und zusammenfassend, lobend und kritisierend wird er Ihnen womöglich überflüssigen Kummer und Leid ersparen und so mehr Zeit für glückliche, gemeinsame Stunden bescheren.

© 2011 M. Becker u. Hans-Jürgen John

Wie man liebt (3) by H.-J. John and M. Becker

Wenn sie lieben, strahlen sie diesen Zustand mit jeder Pore ihres Körpers aus. Es umgibt sie eine Aura, ein Charme, deren Anziehungskraft sich kaum ein potentieller Partner widersetzen kann. Wenn ihre Liebe nachlässt ist das Gegenteil der Fall, das muss man akzeptieren oder auf die heilende Kraft der Zeit hoffen.

1. Regel: Hören sie auf ihr Herz

Gute Ziele sind sehr viel stärker als bösartige Abschten. Wenn sie gute Ziele verfolgen – ihrer Auserwählten alles Schöne dieser Welt bieten zu wollen – werden sie leichter dieses Ziel erreichen, als andere, die glauben mittels Intrigen voran zu kommen. Doch davon später. Werfen sie allen überflüssigen Datenballast über Board. Merken sie sich hier nur die Regeln. Mehr brauchen sie sicher nicht.

2. Regel: Vertrauen sie auf die grosse Kraft guter Ziele

Wenn wir etwas über die Liebe schreiben sollen müssen wir sie erst mal zu beschreiben versuchen.

Wer war noch nie verliebt? Wer hatte noch nie Liebeskummer? Und wer hat noch nie über die Rätsel der Liebe gegrübelt? Sie gehört zu uns so wie der mal gute, mal schlechte, mal heisse, mal kalte Kaffee zum Gipfele oder Croissant.

Wie man liebt (2) by H.-J. John and M. Becker

Die Kraft der Liebe

Was soll denn das nun? Nach «Wie man Probleme löst und Ziele erreicht» auch noch eine Anleitung zur Gefühlskanalisierung?

Schauen sie sich um. Alles was der Mensch aufgebaut hat geschah grösstenteils aus dem Antrieb des Mannes heraus dem weiblichen Geschlecht aufzufallen und zu gefallen und die Frauen haben das ihre beigetragen.

Wenn sie also jemals ein Ziel haben, verknüpfen sie es gezielt mit den Gefühlen für ihren Partner und sie werden erfolgreich sein. Einen grösseren Antrieb zur Zielerreichung als Liebe gibt es nicht.

Ich erinnere mich noch gut an die wunderschöne Mitschülerin mit den langen, braunen Haaren und den braunen Rehaugen. Ich sass einige Reihen hinter ihr im Unterricht und hatte sie immer im Blickfeld. Ich dachte ununterbrochen an sie. Einmal sass ich neben ihr im Bus nach Hause und war hinterher drei Tage krank geschrieben. Natürlich vor Liebeskummer. Ihr habe ich das Abitur zu verdanken. Ich stand wie unter Strom. Wenn ich in die Klasse kam und ihr Lächeln sah, war mein Tag gerettet. Ich habe es ihr nie erzählt…

Gefühle sind viel viel älter als unsere formulierten Gedanken, viel älter als Sprache, sieht man von einigen Grunzlauten ab. Schleierhaft ist mir wie dann einige Menschen auf die Idee kommen Beziehungsprobleme sprachlich und mit Hilfe der Ratio lösen zu wollen: Wenn sich der Partner so verhält, müssen sie sich so verhalten, um die Beziehung zu retten… Alles Unsinn.